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Hocico

http://www.hocico.com
http://www.myspace.com/hocico
[Livedates von Hocico]
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Als Erk Aicrag (Texte, Gesang) und Racso Agroyam (Programmierung) nach ersten musikalischen Gehversuchen 1993 Hocico gründeten, war nicht abzusehen, wie erfolgreich die beiden Mexikaner einmal werden würden. "An Verkaufszahlen oder ähnliches haben wir nie gedacht. An erster Stelle stand für uns das Bedürfnis, zu sagen und zu tun wozu wir Lust hatten. Wir wollten die Regeln der Gesellschaft brechen. Die Restriktionen, welche uns von anderen auferlegt werden, sind eine große Inspirationsquelle für uns. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Nur die Art und Weise, wie wir uns ausdrücken ist teilweise anders geworden", erklärt Erk.

Nachdem das Debüt "Odio Bajo El Alma" (1997) sehr rohe, ungezügelte Electronic-Body-Music bot, hielten bei den nächsten beiden Veröffentlichungen klarere Strukturen Einzug. Auf "Cursed Land" (1998) und "Sangre Hirviente" (1999) wurden die Aggressionen kanalisiert und die nach wie vor hämmernden Beats mit eingängigen Melodien und Refrains unterlegt. Ein Konzept, dass immer mehr Fans begeistern konnte, obwohl sich an den Songinhalten nichts geändert hatte. Sex, Lügen, Tod, Missbrauch und Religion bestimmen die Texte. "Hocio ist unser Weg, Gefühle ehrlich und schonungslos aufzuarbeiten. Dieser Funke soll auch auf unsere Hörer überspringen. Sie sollen ihre eigene dunkle Seite erkennen und sich damit auseinandersetzen", erläutert das Duo.

Dass viele Anhänger elektronischer Klänge dieser Aufforderung gerne nachkommen, stellte sich mit "Aqui Y Ahora En El Silencio" (2000) und "Signos De Abberacion" (2002) heraus. Mit diesen beiden Scheiben gelang der endgültige Durchbruch. Songs wie "Poltergeist", "Forgotten Tears" oder "Untold Blasphemies" waren und sind absolute Club-Hits, die weltweit für volle Tanzflächen sorgen. Die Konzerte der beiden Mexikaner waren ein Triumphzug. Egal ob bei den großen Festivals oder in kleineren Clubs, durch ihre aggressive Live-Show begeisterte man die Konzertbesucher von der ersten bis zur letzten Sekunde. Welche andere elektronische Band kann das schon von sich behaupten?

Kein Wunder, dass man sich 2003, zum 10-Jährigen Bestehen, nicht nur auf Geburtstagstour begab, sondern seine Fans mit etwas ganz besonderem beschenkte. Mit "Hate Never Dies" als 4er-CD-Box machte man nicht nur die ersten Demotapes einer breiten Öffentlichkeit zugänglich, sondern ließ einige Stücke von Künstlern wie
Suicide Commando, Aslan Faction, Solitary Experiments oder God Module remixen.

Wo bei anderen Bands der Karrierehöhepunkt erreicht wäre, starteten Hocico erst richtig durch. Als nächster Longplayer erschien 2004 "Wrack And Ruin" und auch hier ließ der Name erahnen, in welche Richtung es gehen sollte. Hass und geballte Aggression wurden musikalisch umgesetzt - ein echter Höllentrip. Noch im selben Jahr wurde außerdem das Live-Album "Blasphemies In The Holy Land" veröffentlicht und auch hier war der Name Programm: Mitschnitte eines Konzertes in Israel zeigen einen Querschnitt des Schaffens von Erk und Racso mit einer Urgewalt, die sich auf keiner Studioaufnahme reproduzieren lässt. Roh, ungeschliffen und ungeschönt wird dem Hörer die Atmosphäre dieses einzigartigen Gigs um die Ohren gehauen.

Neues Jahr, neuer Release. Da die Rufe nach einer kompletten Show der mexikanischen Electro-Berserker nicht mehr abebbten, erschien 2005 Hocicos erste Live-DVD "A Través de Mundos que Arden", die für alle Fans einen der schweißtreibenden Auftritte der Beiden ins heimische Wohnzimmer holt. Aber damit nicht genug: Erk und Racso legten sich auch mächtig ins Zeug, um ein Gesamtpaket zu schnüren. Und so finden sich darauf außerdem rares Hinter-den-Kulissen-Material, TV-Auftritte, Kurzdokumentationen, Hintergrundprojektionen ihrer Live-Show, Interviews sowie das von vielen Fans gesuchte, animierte Video zu "Born To Be (Hated)".

Weitere Veröffentlichungen folgten bis zum Release des nächsten Albums "Memorias Atrás" im Jahr 2008, auf dem die beiden mexikanischen Electro-Maniacs zum ungestümen, rauen Sound ihrer Frühwerke zurückkehrten... allerdings noch dunkler, noch fetter und noch viel intensiver. Der Sound der Band ist reifer geworden: Hocico haben hier ihre Musik noch mehr als früher mit durchgeknallten Klangspielereien, vielschichtigen Rhythmus-Infernos und einer bedrohlichen Atmosphäre angereichert. Im Rahmen der folgenden "Memorias Atrás"-Tour verschlug es die Band auch nach Japan und ihr dortiges Konzert in Osaka wurde auf "Tora! Tora! Tora!" für die Nachwelt festgehalten.

Viel Zeit ließen Hocico bis zum nächsten Release jedoch nicht verstreichen. Als Vorbote zum kommenden Album erschien 2010 die Single "Dog Eat Dog" - und das nicht nur als MCD, sondern auch als weiße, auf 666 Stück limitierte 7'' Vinyl-Scheibe. "Tiempos de Furia" wurde noch im selben Jahr veröffentlicht und ist wohl der bislang abwechslungsreichste Output der Band. Neben gewohnt roh-agressiven Tracks, finden sich darauf auch waschechte Electro-Pogo-Nummern, die sich mit schweren Midtempo-Brechern und vielen ziemlich dunklen Einlagen addieren.

Für wahres Hocico-Fans ist die umfassende Werkschau der Mexikaner "Crónicas Letales - Parts I-IV" von 2010 ein echtes Muss. Auf vier Doppel-CD-Veröffentlichungen stellte die Band hier ihr gesamtes Schaffen, darunter viele lange vergriffene und gesuchte Stücke, einige davon zum ersten Mal auf CD, bis einschließlich "Wrack And Ruin" im neu gemastertem Glanz zusammen. Ihren lang gehegten Wunsch, ein Live-Album in Russland aufzunehmen, erfüllten sich Hocico schließlich auf ihrer "Tiempos de Furia"-Tour. Unter dem Titel "Blood On The Red Square" (2011) finden sich entsprechend sowohl ihr Moskauer Konzert in druckvoller Qualität auf CD als auch die Show in Ekaterinburg mit multiplen Kameras und exklusiver Licht- und Videoshow auf DVD.

Mit der Erfahrung von knapp zwei Dekaden Bandgeschichte sind Hocico heute, sowohl auf Platte als auch bei Live-Konzerten, genauso knallhart, frisch und brachial wie zu ihren Anfangszeiten. Während andere Bands längst am Ende der Fahnenstange angelangt sind, geht es für Hocico nur in eine Richtung: weiter aufwärts!

Foto & Biographie: Mit freundlicher Genehmigung von Out Of Line

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